Mark A. Vernacchia ist GM Technical Fellow und der Principal System Safety Engineer für alle GM-Antriebssysteme weltweit. Mark hat einen Bachelor in Maschinenbau von der Purdue University und einen Master in Ingenieurwissenschaften vom Rensselaer Polytechnic Institute (RPI). Er ist in 24 Patenten mit Bezug auf Steuergeräte als Erfinder aufgeführt. Mark ist ein Professional Engineer (vergleichbar einem Sachverständigen oder Zivilingenieur) im US-Bundesstaat Michigan und vom International Council of Systems Engineers (INCOSE) als Expert Systems Engineering Professional (ESEP) anerkannt.

In dieser Folge sprach Mark über SAE J3187, eine sogenannte "Recommended Practice" (ein informatives Dokument, keine Norm) für die Bewertung von sicherheitskritischen Systemen im Automobilbereich mithilfe der systemtheoretischen Prozessanalyse STPA. Ziel dieses Dokuments ist es, sowohl Schulungsmaterialien als auch Lessons-Learned bereitzustellen, die von STPA-Praktikern gewonnen wurden. Darüber hinaus sprach Mark über seine Erfahrungen mit STPA und seine Tätigkeit als Task Force-Leiter bei der Entwicklung von SAE J3187.

Im ersten Quartal 2023 wird es ein größeres Update der SAE J3187 geben.

Weitere im Podcast erwähnte Informationsquellen und Links:

  • Informationen über STAMP und den nächsten STAMP-Workshop finden Sie auf der PSAS-Website: PSAS website
  • Eine Liste der Präsentationen von Mark über STPA finden Sie hier: Vernacchia STPA presentations
  • Das STPA-Handbuch finden Sie hier: STPA-handbook
  • Sie können Mark A. Vernacchia per E-Mail erreichen: Vorname.a.Nachname [a] gm.com (ersetzen Sie Vorname und Nachname durch, alle Adressen werden nicht direkt eingefügt, um Spam-Mails zu vermeiden)

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Michael Schmid ist Technology Architect und Loss Prevention Specialist im für autonome Systeme. Seine Forschung konzentriert sich darauf, Unfälle und Verluste im Zusammenhang mit Systemen, die auf künstliche Intelligenz (KI) setzen, zu vermeiden und KI für den Einsatz im Technologiealltag sicher zu machen.

Zuvor hat Michael an automatisierten Funktionen in Autos und Software für autonome Systeme gearbeitet und einen Zertifizierungsansatz für automatisierte Fahrzeuge entwickelt. Michael hat einen Masterabschluss des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und ist derzeit Doktorand in der Group for System Safety and Cybersecurity am MIT.

In dieser Folge gab Michael eine gründliche Einführung in STAMP und STPA. STAMP ist ein Unfallkausalitätsmodell, das von Prof. Nancy Leveson am MIT entwickelt wurde. Es basiert auf Systemtheorie und Systemdenken. Es eignet sich gut für die Herausforderungen im Engineering bei der Arbeit mit kritischen komplexen Systemen. STPA ist eine auf STAMP basierende Analysemethode zur Analyse von Systemen zur proaktiven Vermeidung von Unfällen. Im Vergleich dazu ist CAST die Methode zur Analyse bereits passierter Unfälle.

Weitere Informationsquellen:

  • Um mehr über Michael, seine Projekte und aktuelle Arbeiten zu erfahren oder seine Masterarbeit zur Zertifizierung automatisierter Fahrzeuge herunterzuladen, besuchen Sie seine Webseite: michael.systems
  • Informationen zu STAMP und dem nächsten STAMP-Workshop finden Sie auf: PSAS website
  • Das STPA-Handbuch kann hier aufgerufen werden: STPA-handbook

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Lydia Kaiser ist seit März 2021 ECDF-Professorin für „Digitales Engineering 4.0.“ am Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb der TU Berlin. ECDF steht für "Einstein Center Digital Future". Sie promovierte zum Thema "Rahmenwerk zur Modellierung einer plausiblen Systemstruktur mechatronischer Systeme“. Anschließend beschäftigte Sie sich mit Systems Engineering und speziell Model-based Systems Engineering am Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM in Paderborn. Dort war sie auch Gruppen- bzw. später Abteilungsleiterin.

In dieser Episode erzählt sie über ihre Forschung und Lehre bzw. Erfahrungen in der Praxis und in der Zusammenarbeit mit Firmen. In ihrer Forschung dreht sich alles um den Wandel in der Industrie der durch Digitalisierungsprozesse getrieben wird. Dabei möchte sie Fragenstellungen vor allem umfassend, also soziotechnisch und interdisziplinär betrachten.

Weitere Informationsquellen bzw. Links aus dem Podcast:

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Dr. Holger Flühr ist seit 2003 an der FH Joanneum tätig und seit 2006 ist er dort Professor für Avionik und Flugsicherungstechnik. Zudem agierte er zeitweise auch als Instituts- und Studiengangsleiter. Davor war nach jahrelanger Tätigkeit in der Forschung im Forschungszentrum Karlsruhe (aufgegangen im KIT) und der TU Graz eine Zeit lang auch bei einem Unternehmen beschäftigt, das sich mit der Entwicklung von Hochfrequenz-Bauteilen für Mobilfunkanwendungen beschäftigt. Abschließend wären noch die Mitgliedschaften in Beratungsgremien und Interessensvertretungen zu erwähnen.

In den letzten Wochen war in Zeitungen und Online-Medien vermehrt über den Mobilfunkstandard 5G und mögliche Komplikationen mit Flugzeugen zu lesen. Kurz gesagt besteht die Gefahr, dass die 5G-Mobilfunkwellen Flugzeuge während der Landung stören könnten. Und während die Luftfahrt grundsätzlich als sehr sicher gilt, gehören Start und eben auch Landung zu den kritischeren Phasen eines Flugs. Was hat es nun mit den Berichten auf sich? Auf diese und weitere Fragen ist Herr Flühr im Podcast eingegangen. Am Anfang wurde vor allem das geklärt was die Avionik überhaupt ist und anhand welcher Grundidee man Flugzeuge und deren Systeme sicher gestaltet.

Weitere Ressourcen:

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